Borghorster Stiftskreuz soll bald zurück

Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann

Pfarrei und Bistum starten im Januar einen Architektenwettbewerb

Steinfurt (pbm/gun). Das kostbare Borghorster Stiftskreuz soll möglichst schnell wieder zurück in die St.-Nikomedes-Pfarrkirche. Der künftige Standort für das Reliquiar wird dabei in die Planungen für die Umgestaltung des Kircheninnenraums integriert. „Dazu gibt es Anfang des kommenden Jahres einen Architekten-Wettbewerb“, erläutert Pfarrer Markus Dördelmann. Der erste „Bauabschnitt“, die Aufbe-wahrung des Kreuzes, solle allen anderen Arbeiten vorgezogen und rasch umgesetzt werden.

Dieses Prozedere sei zwischen Kirchenvorstand und den zuständigen Stellen im Bistum Münster, wie Bauamt und Liturgiekommission, abgestimmt, betont Dördelmann. Gleich im Januar sollen fünf erfah-rene Architekturbüros für den Wettbewerb angesprochen werden. Bei einem Vor-Ort-Termin werden sie gebrieft. Insbesondere seien die Vorgaben von Bistum, Versicherung und auch Pfarrei zur Aufstellung des Stiftskreuzes zu beachten. „Das Kunstwerk wird einen herausragenden Platz einnehmen“, verspricht Dördelmann und ergänzt: „Wir werden eine würdige Lösung finden, bei der das Kreuz im Zentrum steht.“

Sechs bis acht Wochen haben die Architekten anschließend Zeit, um ihre Entwürfe abzugeben. Diese werden einer Jury, bestehend aus Vertretern der zuständigen Gremien, präsentiert. Wenn alles nach Plan läuft, könnten im kommenden Sommer bereits die ersten Ausschreibungen für den neuen Aufbe-wahrungsort des Kreuzes erfolgen. Prognosen wagt der Pfarrer aber nicht: „Wir müssen abwarten, wie das Verfahren läuft.“ Dördelmann hofft natürlich auf eine Rückkehr des Reliquiars in 2019, ist jedoch nicht allzu zuversichtlich: „Wenn es klappt, würden wir uns umso mehr freuen.“

Die Renovierung des Kircheninnenraums braucht hingegen mehr Zeit: „Das wird kaum vor 2021/22 et-was werden“, sagt Dördelmann. Nach einer Befragung möchten die Pfarreimitglieder nicht, dass die Nikomedeskirche „auf links gedreht“ wird. Lediglich eine bessere Beleuchtung sowie barrierefreie Toi-letten, die auch während des Gottesdienstes zugänglich sind, werden gewünscht. „Und mehr Nähe zum Altar“, nennt der Pfarrer einen weiteren Punkt. Er legt Wert darauf, dass die Innenraum-Renovierung eine „vernünftige Sache“ wird: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“

Das Borghorster Stiftskreuz war im Oktober 2013 aus der St.-Nikomedes-Pfarrkirche in Borghorst ge-stohlen worden. Nach Bemühungen des Bistums und der Strafverfolgungsbehörden tauchte es wieder auf. Die Diebe aus Bremen sind vom Landgericht Münster zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wor-den. Das wertvolle Reliquiar aus dem 11. Jahrhundert, dessen ideeler Wert auf mehrere Millionen Euro geschätzt wird, ist derzeit in Münster unter Verschluss.

Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann

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