Frankreich – Heilige Orte

Eine Reisegruppe – 25 Frauen und Männer – der Pfarrgemeinde St. Nikomedes machte sich vom 01. bis 10. Juni 2018 auf den Weg nach Frankreich. Die Reise stand unter dem Thema: „Heilige Orte in Frankreich“
Nach einer reibungslosen achtstündigen Fahrt erreichte die Gruppe gegen Abend Chartres. Noch am selben Abend wurde das berühmte Labyrinth in der Kathedrale besichtigt. Das aus schwarzen und grauen Steinen gefertigte Labyrinth aus dem 13. Jahrhundert hat einen Durchmesser von 12 Metern.
Das Highlight des Abends bildete eine Lichtershow, die die Geschichte der Kathedrale einmal anders erzählte.
Am folgenden Tag erfuhren die Teilnehmer dann mehr von der Bedeutung der Kathedrale. Besonders beeindruckend waren die 176 Fenster, die trotz vieler Kriege fast unversehrt geblieben sind.
Von Chartres ging es am Sonntag dann nach Lisieux, dem Ort der Heiligen Therese vom Kinde Jesu. Lisieux ist heute der zweitgrößte Wallfahrtsort in Frankreich.
Die Basilika St. Therese ist zweifellos ein monumentales Denkmal, das an die junge Frau erinnern möchte. Der Bau wurde 1929, vier Jahre nach der Heiligsprechung, begonnen, aber erst 1954 vollendet. Die Kirche liegt hoch über der Stadt und präsentiert sich aus einer Mischung aus frühchristlichem Konstantinopel, mittelalterlichem Italien und ein bisschen Pariser Sacré-Coeur. Die Reiseleiterin dort vor Ort begeisterte durch ihr lebendiges Erzählen von der „kleinen“ Heiligen.
In der Krypta, wo auch der Sarkophag der 2015 heiliggesprochenen Eltern der Hl. Therese steht, feierte die Gruppe eine Hl. Messe.
Danach wurde noch ein Abstecher zum Kloster unternommen, wo Therese gelebt hat und auch gestorben ist. In der Kapelle zeigt eine Mamorfigur die Hl. Therese in der Haltung, in der sie verstorben sein soll.
Das nächste Reiseziel war Tours, die Stadt des Hl. Martin. Der Besuch galt zunächst der Kathedrale von Tours. Das Gebäude mit seinen 70 Meter hohen Türmen aus dem 16. Jahrhundert wurde auf einer leichten Anhöhe erbaut, um die Kathedrale vor dem Hochwasser der Loire zu schützen. Aufgrund der langen Bauzeit spiegelt diese Kirche sämtliche Entwicklungsstufen der Gotik wider.
Weiter ging es dann zum Grab des Heiligen Martin.
Die Basilika und die Abtei Saint Martin de Tours waren als Grablege des Heiligen Martin mehr als ein Jahrtausend lang eine der bedeutendsten christlichen Pilgerstätten. Im 18. Jahrhundert verfielen Basilika und die Abtei zunehmend und wurden während der Französischen Revolution schließlich weitgehend zerstört. Als Reste erhalten sind bis heute lediglich zwei Türme aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Anstelle der ursprünglichen sakralen Bauten verläuft hier heute die Rue des Halles – eine wichtige Verkehrsstraße in Tours.
Die Bustour nach Tours weiter bis Lourdes, dem Ort, an dem die Gottesmutter Maria der Hl. Bernadette erschieden ist. Die Stadt liegt am Rand der Pyrenäen. Hier reihte sich die Gruppe in die Schar der vielen Pilger ein. Gleich am ersten Tag wurde an der Grotte eine deutsche Heilige Messe gefeiert, deren Vorsitz der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr hatte. In den drei Lourdestagen nahm die Steinfurter Gruppe an der eucharistischen Krankensegnung, am Rosenkranzgebet an der Grotte, an der abendlichen Lichterprozession und auch am internationlen Gottesdienst teil. In diesem Gottesdienst wurde die Gruppe sogar namentlich begrüßt.

Es war eine große Freude, in Lourdes die Weltkirche in ihrer hier einzigartigen Strahlkraft zu erfahren.
Im Mittelpunkt allen Geschehens stehen in Lourdes die Kranken, denen eine große Offenheit, Empathie und Wertschätzung entgegengebracht wird. Die vielen Helferinnen und Helfer geben den Kranken mit viel Herzenswärme das Gefühl, angenommen zu sein. Von den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern zeigte sich die Gruppe stark beeindruckt und tief berührt.
Gemeinsam betend ging die Gruppe betend auch den aus dem Jahre 1912 stammenden Kreuzweg, der über den Mont des Espélugues (150 m über dem Fluß Gave) führt.
An einem Nachmittag unternahmen die Steinfurter noch eine halbtägige Busfahrt in die Bergwelt der Pyrenäen. Der Cirque de Gavarnie ist ein Felsenkessel im Nationalpark Pyrenäen. Dieses imposante Naturerlebnis beeindruckte jeden stark.
In das Tal, das von einer senkrechten Felswand gebildet wird, fallen Gavarnie Fälle, die zu den höchsten Wasserfällen Europas gehören.
Die zweitletzte Station der Reise war Nevers. Neben Lourdes pilgern viele Gläubige auch nach Nevers, weil dort die Heilige Bernadette im Kloster St. Gildard lebte.
Ihr unverwester Leichnam ist seit 1925 in einer Kapelle der Klosterkirche in einem Reliquienschrein aus Glas und Bronze beigesetzt.
Zum Schluss der Reise wurde Reims angesteuert, die Hauptstadt der Champagne. Auch hier galt erste Besuch der Kathedrale, wo wiederum zahllose bunte Glasfenster bewundert werden konnten. In der Mitte des Chores befinden sich die drei Fenster von Marc Chagall, die zu den berühmtesten der Kathedrale gehören.
Die Kathedrale Notre Dame ist die Krönungskirche aller französischen Könige vom 5. bis 19. Jahrundert.
Hier nahmen 1962 der Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer gemeinsam an einer Hl. Messe teil, um die deutsch-französische Freundschaft zu bekräftigen – eine symbolische Geste, die Francois Hollande und Angela Merkel 50 Jahre später wiederholten.
Nach dem Besuch der Kathedrale besichtigte die Gruppe die Basilika St. Remi, eine ehemals königliche Abtei, wo jahrhundertelang das Heilige Öl zur Salbung der französischen Könige bei der Krönung aufbewahrt wurde.
 In dieser Kirche befindet sich auch das Grab des Hl. Remigius, wo die Gruppe spontan das Te Deum anstimmte.
Gerne werden sich die Mitreisenden an die gemeinsamen Eucharistiefeiern erinnern, die an verschiedenen Orten gefeiert wurden, wie z.B. in einer Hotelhalle, in Kirchen oder Kapellen und sogar an einer Raststätte an der Autobahn.
Gute Reiseleiter, die mit interessanten Führungen die verschiedenen geschichtlichen Orte lebendig werden ließen, trugen zum Gelingen der Reise bei.
Bevor die Steinfurter wieder zu Hause ankamen, dankten sie besonders ihrem Busfahrer, der sie die vielen Kilometer durch Frankreich sicher gefahren hatte, und der selbst bei einer kleinen Panne die Nerven bewahrte und für eine schnelle Weiterfahrt sorgte.
Wen wundert es dann, dass zum Abschluss der Reise dann noch ein Champagner kreiert wurde, der in Reims in einer Sektkellerei besorgt worden war.
So sagten die TeilnehmerInnen „au revoir France“ – mit dem Wunsch sicherlich vieler, vielleicht irgendwann einmal wieder eine Reise ins Nachbarland Frankreich zu unternehmen.
Am Ende der kleinen Reisezusammenfassung sei noch einmal den Organisatoren gedankt, die diese Reise erst ermöglicht haben:
Pfarrer Stefan Wigger, der mit seinen excellenten Französischkenntnissen die Reise für alle Mitreisenden erheblich erleichterte und Pfarrer em. Heinrich Wernsmann, der die Reise mit spirituellen Impulsen bereicherte.

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