Junawar – eine besondere Herausforderung

Seit der Zeit als Generaloberer im Mai 2014 hat Pater Josey schon dreimal die mehr als 180 km entfernte und nur schwer zugängliche Missionsstation Junawar besucht. Sie liegt abseits jeder Zivilisation in einem Waldgebiet. Die Menschen dort sind ganz auf sich selbst gestellt und von außen her kaum zu erreichen. Nur über Waldwege, die bei starkem Regen auch mit einem Jeep nicht zu befahren sind, gelangt Pater Josey zu seinem Mitbruder Pater Jimmy in Junawar.

Pater Joseys Fahrt über die „Straβen“ nach Junawar: Mitten im Wald gibt es keine Straβen
Bei starkem Regen kommt man auch mit dem Jeep nicht weiter.

Pater Jimmy und seine Mitbrüder engagieren sich in dieser abgelegenen Region und versuchen den Menschen zu helfen, denen es am Nötigsten fehlt. Viele Familien sind Migranten, die in das Gebiet der Ureinwohner eingedrungen sind, um das Land zu bewirtschaften. Sie arbeiten maximal sechs Monate lang auf ihren Feldern, bis die Regenzeit jede Feldarbeit unmöglich macht. Die indische Regierung und andere Institutionen kümmern sich nicht um diese Familien, sorgen sich auch nicht um eine Schulbildung.

Der Karmeliterorden hat sich dieser Menschen angenommen und möchte ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht vergessen sind. Durch Schulbildung bieten sie den Stammeskindern – und damit den Familien – die Möglichkeit, ihre Situation zu verbessern! So hat der Orden in Junawar eine Schule für Kinder aus den umliegenden Dörfern eingerichtet. Sie wird inzwischen von 200 Schülern besucht, wobei der Orden bereits 70 Mädchen und 40 Jungen ermöglicht, im „Internat“ zu leben.

Sowohl das Schulgebäude als auch das „Internat“ sind in einem unwürdigen Zustand.

Das marode Schulgebäude – Mahlzeiten werden auf dem Schulhof eingenommen
Zustand des „Internat“

Das Dach der Schule ist nicht nur undicht, sodass die Kinder bei Regen ungeschützt sind, sondern es ist auch durch gesundheitsschädigenden Asbest verseucht. Wenn eben möglich, finden Veranstaltungen bei gutem Wetter im Freien statt. Auch die Mahlzeiten werden zum Schutz der Kinder draußen eingenommen.

Abends muss das Schulgebäude den Internatskindern u.a. als Aufenthalts-und Speiseraum herhalten.
ier wird auch die hl. Messe gefeiert. (hier: Pater Josey und Mitbrüder)

Pater Josey sieht dringenden Bedarf,  das Schulgebäude bis zum Eintritt der Regenzeit zu sanieren. Mit einem neuen Dach können große, gesundheitsgefährdende Probleme beseitigt werden.
Tief beeindruckt ist Pater Josey von der Haltung der Eltern, die trotz dieser widrigen Umstände ihre Kinder jeden Tag zur Schule schicken. Sie wollen, dass ihre Kinder etwas lernen, weil sie wissen, dass nur durch eine gute Schulbildung sich etwas ändern kann. Das ist für viele von uns unvorstellbar.

Die Diözese Jagdalpur muss die Schule und das Internat, in dem den Schülern eine gute, angemessene Unterkunft zugesichert werden kann, selber finanzieren. Der Staat gibt keine Zuschüsse. So steht die Diözese Jagdalpur vor einer gewaltigen Aufgabe, die sie allein nicht stemmen kann. Mit der Unterstützung unserer Gemeinde St. Nikomedes und mit der Hilfe Gottes möchte Pater Josey dieses große Projekt schnell in Angriff nehmen.

Renovierungsarbeiten sind in vollem Gang!

Die Renovierungsarbeiten an der Junawar-Schule, die Pater Josey so sehr am Herzen liegt, gehen voran. Mit Spendengeldern kann endlich ein neues Dach angebracht werden.

Das Asbest verseuchte Dach ist abgetragen
Auch Maurerarbeiten stehen an
Das neue Dach wird gedeckt
Pater Josey überzeugt sich vom Fortgang der Arbeiten

Dazu schreibt Pater Josey am 10.07.2015 in seiner E-Mail:

„Wenn diese Renovierungsarbeit fertig ist, können die Internatkinder dort in der Regenzeit gut schlafen. Am Tag können sie unter dem trockenen Dach die Schule besuchen.
Deswegen danke ich allen Spendern für die großzügige Spende für diese Arbeit.

Mit lieben Grüßen
Pater Josey“  

(Fotos: Pater Josey / Text: Norbert Königs)   Stand: Juli 2015

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