Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands

SAVE THE DATE

Der kfd-Diozesanverband e.V. (Münster) ruft auf zur Demonstration am Samstag, den 6. Juli 2019 um 12:00 Uhr zum Thema Maria 2.0

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Frauen demonstrieren für Reformen in der Kirche

"Immer noch draußen"

Borghorst - Die Katholischen Frauengemeinschaften (Kfd) der Pfarrei St. Nikomedes machen mobil. Über 100 Frauen, einige Männer sowie Mechthild Upmann vom Pfarreirat konnte Gundula Winkelmann am Freitagnachmittag im Rahmen der Aktion „Maria 2.0“ vor dem Hauptportal der Nikomedes­kirche begrüßen. „Wir zeigen der Kirche damit, dass wir immer noch draußen sind“, unterstrich sie.

von Karl Kamer, Westfälische Nachrichten, 20.05.2019

Über 100 Frauen demonstrierten am Freitagnachmittag für Reformen in der Katholischen Kirche. Zum Abschluss der Kundgebung unterschrieben viele eine Liste mit den Forderungen. Foto: Karl Kamer

Viele Frauen waren in weiß gekommen. Mit Blumen geschmückte weiße Banner auf dem Pflaster und an der Kirchentür wiesen auf das Motto „Unser Freitag für die Zukunft der Kirche“ hin.
Die Frauen machten mit ihrer Aktion auf die Probleme der Kirche aufmerksam. Sie wiesen auf ihre Anliegen und Forderungen hin, um für einen neuen Weg der Kirche zu kämpfen sowie gemeinsam zu beten und zu singen.
Nicht mehr länger wollen die Frauen als „Gläubige zweiter Klasse“ behandelt werden, die auf Grund ihres Geschlechts keinen Zugang zu den kirchlichen Ämtern haben. Nicht länger wollen sie sich mit einer kirchlichen Sexualmoral zufriedengeben, die die Lebensrealität der meisten Gläubigen völlig ignoriert. Sie wollen sich nicht mehr mit den Strukturen der Katholischen Kirche zufriedengeben, die viele Missbrauchsfälle erst ermöglichten, weil das Handeln der Täter vertuscht und gedeckt wurde.
Ein stillschweigendes Verlassen der Katholischen Kirche ist für die Frauen keine Option, weil sie hier beheimatet sind, weil ihnen so viel an ihr liegt. Ein neuer Weg soll für die Frauen, den heranwachsenden Kindern und nachfolgenden Generationen nicht nur erträglich sein, sondern Freude machen, in der Kirche zu bleiben.
Mit ihrer Aktion beklagen die Frauen die bekannten Fälle von Missbrauch und Verletzungen jeglicher Art in der Kirche und den Umgang damit. Sie widersetzen sich den Vertuschungen und Verdunklungen durch Amtsträger und fordern glaubhafte Entschuldigungen und echte Hilfe für alle, denen Gewalt, in welcher Form auch immer, angetan wurde.
„Wir wollen unsere Fassungslosigkeit, Enttäuschung und Wut ausdrücken, wie unsere Kirche mit diesen Taten und Vertuschungen umgeht. Es ist fünf vor zwölf in der Katholischen Kirche. Unsere Forderungen können nur in Taten umgesetzt werden, wenn wir nicht nur träumen, sondern handeln. Unser Traum von einer Aufarbeitung und Erneuerung wird nicht wahr, wenn wir auf den Papst und die Bischöfe warten. Wahr wird er nur, wenn wir selbst handeln“, betonte Christel Dephoff.
Die Frauen fordern: Kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele, oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben. Die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden, um die Missbrauchsfälle vollständig aufzudecken. Den Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche, die Aufhebung des Pflichtzölibats, das Ende der kirchlichen Sexualmoral und die Ausrichtung an der Lebensrealität der Menschen. Ihre Position haben die Frauen in einem offenen Brief an Papst Franziskus formuliert.
Nachdem Lisa Lindenbaum die Fürbitten formuliert hatte, lud Eugene Rö­schenkemper dazu ein, sich als Zeichen der Solidarität die Hände zu reichen. Anschließend konnten die Teilnehmer auf einer Liste die Forderungen unterschreiben.

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Steinfurter kfd unterstützt Maria 2.0

Die katholischen Frauen machen mobil. Nicht mehr länger wollen sie sich mit den überkommenen Strukturen der katholischen Kirche zufriedengeben, die viele Missbrauchsfälle erst ermöglichten, weil das Handeln der Täter vertuscht und gedeckt wurde. Nicht mehr länger wollen die Frauen als Gläubige zweiter Klasse behandelt werden, die aufgrund ihres Geschlechts keinen Zugang zu den kirchlichen Ämtern haben. Nicht mehr länger wollen sie sich mit einer kirchlichen Sexualmoral zufriedengeben, die die Lebensrealität der meisten Gläubigen völlig ignoriert. Sie fordern grund-legende Reformen der katholischen Kirche und nicht nur wohlfeile Worte der Kirchenoberen, denen keine Taten folgen.

Maria 2.0 nennt sich die Inititiative, denen sich auch die Frauen der kfd in St. Nikomedes ange-schlossen haben. Sie geht zurück auf Frauen aus der Münsteraner Gemeinde Heilig Kreuz, die nicht mehr nur über die Krise der katholischen Kirche diskutieren, sondern endlich handeln wollten.

Auf Maria, die Mutter Jesu, berufen sich die Initiatorinnen, weil lt. einer Legende selbst ihr, der Gottesmutter, vom heiligen Bernhard von Clairvaux verboten worden sei zu reden.

Ihre Position haben die Frauen in einem offenen Brief an Papst Franziskus formuliert, außerdem rufen die Initiatorinnen alle Frauen dazu auf, in der Zeit vom 11. - 18. Mai keine Kirche zu betreten und keine ehrenamtlichen Dienste abzuleisten. Durch die leeren Bänke und die fehlenden Dienste soll verdeutlicht werden, wir hoch der Anteil der Frauen und wie wichtig ihre Arbeit in der katholischen Kirche sind. Ein eklatanter Gegensatz zu der Stellung, die ihnen von den Kirchen-oberen zugestanden wird. Statt in die Kirchen zu gehen, sollen die Frauen in dieser Woche vor den Kirchen auf ihre Anliegen und Forderungen hinweisen, miteinander ins Gespräch kommen, aktiv werden, gemeinsam beten und singen.

Die katholischen Frauengemeinschaften der Pfarrei laden alle Frauen, die möchten, dass sich die Situation in der katholischen Kirche endlich ändert – und selbstverständlich auch alle Männer, die das Anliegen der Frauen  unterstützen – zu einer Veranstaltung am 17. Mai um 17.00 Uhr ein.

Vor dem Hauptportal der Nikomedeskirche wird über die Initiative Maria 2.0 informiert, auch soll gemeinsam gebetet und gesungen werden.

Es wird darum gebeten, zum Zeichen der Solidarität möglichst in weißer Oberbekleidung zu kommen.

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die kfd ist...

... mit rund 600.000 Mitgliedern in 5.700 pfarrlichen Gruppen der größte Frauenverband und der größte katholische Verband Deutschlands.

... eine Gemeinschaft, die trägt, und in der Frauen in verschiedenen Lebenssituationen sich wechselseitig unterstützen.

... ein Verband von Christinnen, die sich mutig und wirksam für andere einsetzen.

... eine Weggemeinschaft in der Kirche, in der Frauen ihren Glauben neu entdecken und Kirche mitgestalten.

... ein Verband, in dem Frauen Vielfalt erleben, u. a. durch Kontakte und Begegnungen mit Frauen anderer Konfessionen und Kulturen.

... ein Forum für Initiativen im politischen Raum, in das jede Frau Vorschläge einbringen kann, Gesellschaft mitzugestalten.

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