Gemeindepartnerschaft

               San Antonio Abad                                           St. Nikomedes
                   San Salvador                                                    Steinfurt

Seit März 1988 besteht eine Gemeindepartnerschaft zwischen der Pfarr- gemeinde San Antonio Abad in San Salvador und der Gemeinde St. Jo- hannes Nepomuk in Burgsteinfurt bzw. seit unserer Fusion 2014 auch der Großgemeinde St. Nikomedes in Steinfurt.

Lesen Sie >hier< mehr zur Entstehung und Geschichte der Gemeinde- partnerschaft und der Zusammenarbeit beider Gemeinden.

Sollten Sie keine Informationen benötigen und suchen lediglich die Kontodaten für Ihre Spende, dann finden Sie diese >hier<.

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Jahresrückblick auf 2018 – in Wort und Bild

2018 war das Jahr der Partnergemeinde San Antonio Abad, das zum einen den bekannten Routinen wie der Karfreitags- und Osterliturgie folgte, aber ansonsten von der Heiligsprechung vom Erzbischof und heutigen Heiligen Oscar Arnulfo Romero geleitet und gekrönt war.

Wie bei Jahresrückblicken chronologisch üblich, sollten nur die wichtigsten Ereignisse erinnert werden. Diesem Rückblick ist als erster Beitrag ein Bericht zu den Partnerschaftssonntagen in Borghorst und Burgsteinfurt im Februar vorgeschaltet, der seinerseits auf wichtige Ereignisse in 2017 verweist.
Danach erhalten wir Einblicke in die Karfreitags- und Osterrituale in der Partnergemeinde im April, gefolgt von eindrücklichen Fotos der Solidarität vieler Menschen auch über unsere Partnergemeinde hinaus:
Es sind an die 15000, die im August als Pilger quer durch El Salvador den Geburtsort ihres künftigen ersten Heiligen des Landes aufsuchen.
Den absoluten Höhepunkt des Jahres 2018 erreicht die Heiligsprechung von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero im Vatikan im Oktober, die die Salvadorianer durch die Zeitverschiebung zwischen Rom und San Salvador die ganze Nacht hindurch auf Bildschirmen verfolgen und feiern.
Der Abschluss des Jahresrückblicks, Dezember, ist einer Persönlichkeit vorbehalten, die als Deutscher Botschafter und Diakon in einer Person für unsere Partnergemeinde hilfreich tätig (geworden) ist, nämlich Herr Bernd Finke, mit dem unser Freundeskreis inzwischen in wechselseitigem Austausch steht.

Februar: siehe nachfolgenden Artikel

April:

Palmen-Prozession
Messe zum Palmsonntag
Auf der Karfreitagsprozession
Nachgespielte Kreuzigungsszene auf der Karfreitagsprozession
Karfreitagsmesse
Osterfeuer
Erwachsenentaufe in der Osternacht
 

August:

Für die Wallfahrt die auf einer Bahre montierte Statue von Oscar Romero
Kardinal Chávez, früherer Sekretär von Erzbischof Romero
Auf der Wallfahrt zum Geburtsort von Erzbischof Romero
 

Kommentar von Padre Emilio über die Wallfahrt zum Geburtsort von Erzbischof Romero im Originaltext:

Ich wollte dir berichten, dass unsere Gemeinde San Antonio Abad an einer Wallfahrt teilgenommen hat, die uns auf einer Strecke von 157 km von San Salvador nach Ciudad Barrios geführt hat, dem Geburtsort von Monseñor Oscar Arnulfo Romero. Die Wallfahrt war sehr lang und anstrengend, aber auch sehr schön, weil es in vielen Städten unterwegs ein lebhaftes Miteinander zwischen den Bewohnern und den Pilgern gab. Insgesamt haben gut 15.000 Pilger an der Wallfahrt teilgenommen, die von Kardinal Gregorio Rosa Chávez und vielen Priestern begleitet wurde.

Oktober:

Prozession durch die Stadt in der Nacht der Heiligsprechung 1
Nächtliche Prozession durch die Stadt 2
Nächtliche Prozession durch die Stadt 3
Fortsetzung der Feierlichkeiten in der Multifunktionshalle der Partnergemeinde in San Antonio Abad
Nachgestellte Szene der Ermordung von Erzbischof Romero
 

Zur Bedeutung und dem Erleben der Heiligsprechung von Erzbischof Romero nun 2 Zeitungsauszüge (in gekürzter Fassung):

Rückenwind für Partnerschaft mit San Salvador

Am Sonntag, den 14. Oktober 2018, hat Papst Franziskus in Rom neben Papst Paul VI. und vier weiteren Seligen auch Oscar Romero heiliggesprochen. Einigen unter uns ist Romero vielleicht noch bekannt: Seine Ermordung machte 1980 große Schlagzeilen. Damals war er seit drei Jahren Erzbischof von San Salvador in El Salvador. Er hatte sich mutig für die unter Gewalt und Unterdrückung leidenden Menschen seines Landes eingesetzt. Dabei hatte er kein offenes Wort, ja keine persönliche Gefahr gescheut. Dafür musste er mit seinem Leben zahlen: Von den Machthabern des Landes angeheuerte Mörder erschossen ihn während einer Messe.
Jetzt Grund zum Feiern der Heiligsprechung gab es in der Partnergemeinde der katholischen Kirchengemeinde St. Nikomedes. So berichtet Padre Emilio aus San Antonio Abad: „Der 13. und 14. Oktober waren ein einziges großes Fest für unser Land. Die Kathedrale in San Salvador und alle umliegenden Plätze und Straßen waren von 17:00 Uhr bis 5 Uhr am Sonntagmorgen voller Gläubiger.“

(Beitrag des Freundeskreises in den Westfälischen Nachrichten, Okt. 2018)

Deutscher Botschafter Finke: Was Oscar Romero heute bedeutet

Heiligsprechung
Als erster Salvadorianer ist der 1980 ermordete Erzbischof heiliggesprochen worden. Bernd Finke (55) ist Botschafter in dem mittelamerikanischen Land – und nicht nur das: Er ist Ständiger Diakon des Bistums Münster. Warum und wie Romero auch ihm ein Vorbild ist.

… Im Interview mit „Kirche+Leben“ sagte Finke, eine Botschaft Romeros sei, „dass wir den Glauben sichtbar machen müssen“… Für das Land bedeute die erste Heiligsprechung eines Salvadorianers „eine Art Ausnahmezustand“, beobachtet Finke. Dass viele Menschen Romero noch selbst erlebt hätten, verleihe der Heiligsprechung eine besondere Note: „Wer hat schon persönlichen Kontakt zu einem richtigen Heiligen?“
Romero sei allgegenwärtig im Land – auf T-Shirts, Häuserwänden, dem Präsidentenpalast und jeder Kirche. Straßen und der internationale Flughafen sind nach ihm benannt. Die Mehrheit der Salvadorianer sehe den Heiligen als unerschrockenen Anwalt der Armen. Romero gilt als politisches Mordopfer; Finke sieht dessen Ermordung 1980 als Mitauslöser für den Bürgerkrieg in El Salvador an.
Einige Menschen würden bis heute argumentieren, Romero habe sich „zu sehr in die Tagespolitik eingemischt und damit seinen Tod mit provoziert“. Diese Sicht wird nach Finkes Eindruck aber nur „hinter vorgehaltener Hand geäußert“.
Romero habe dem Dienst der Kirche an den Armen Gestalt und Stimme gegeben, würdigte der Botschafter …

jjo/mn Aus: Kirche+Leben, Okt. 2018

Dezember:

Übergabe neuer, von der Deutschen Botschaft finanzierter Laborgeräte durch den Deutschen Botschafter, Herrn Bernd Finke, der auch in seiner Eigenschaft als Diakon in der Partnergemeinde tätig wird.

Soweit zum Rückblick auf das Jahr 2018!

In der Vorschau auf das neue Jahr 2019 sehen wir als einen Höhepunkt den Besuch unserer Partnergemeinde San Antonio Abad durch eine Abordnung des Freundeskreises im Herbst, bei dem Herr Finke als Botschafter auch zu sich eingeladen hat. Er selbst möchte in diesem Jahr unserer Einladung nach Burgsteinfurt nachkommen, nachdem dienstliche Termine ihn vergangenes Jahr daran gehindert haben.
Schon im März besucht uns in Borghorst während unseres Partnerschaftssonntags (30. und 31.03.) ein katholischer Bischof aus El Salvador, Bischof William Ernesto IRAHETA RIVERA, - passend zum Misereor-Sonntag mit dem diesjährigen Thema „Mach was draus: Sei Zukunft! Über die Jugendlichen in El Salvador“. Er wird dazu beide Predigten halten.

Die erkennbare Vernetzung wird uns helfen, die Situation der Brüder und Schwestern in unserer Partnergemeinde und in ganz El Salvador besser zu verstehen und unserem Anspruch gerecht zu werden, für die Ärmsten der Armen in San Antonio Abad durch Ihre Unterstützung deren medikamentöse Versorgung in der Clinica sicherzustellen.
Für Ihre Unterstützung in 2019 bedanken wir uns schon jetzt an dieser Stelle.

Wir wünschen Ihnen für das neue Jahr Gottes Segen, besonders Gesundheit und Zufriedenheit!

Mit herzlichen Grüßen
in Vertretung des Freundeskreises
Richard Klumpp
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Partnerschaftssonntage in Borghorst und Burgsteinfurt im Februar 2018

(RK) Wie jedes Jahr üblich, feierte die Pfarrgemeinde an diesen Wochenenden die Verbundenheit mit der Partnergemeinde San Antonio Abad.
Es wurde an den Besuch von Sonja, Karla, Iris, Angel und Padre Emilio im Herbst 2017 erinnert. Dieser Besuch habe eine tiefgreifende Erfahrung ermöglicht, durch den Glauben an unseren Bruder und Herrn Jesus Christus mit Christen auf der ganzen Welt geschwisterlich verbunden zu sein. Diese Verbundenheit hätten viele aus unserer Pfarrgemeinde durch die Teilnahme an der Aktion „Mach´ was draus!“ zum Ausdruck gebracht. Nicht nur, indem sie aus bereitgestellten 5 Euro kreativ viel mehr gemacht hätten, sondern ihre Anteilnahme und Solidarität gezeigt hätten. Ihnen und allen anderen Spendern gelte der besondere Dank des „Freundeskreises Partnergemeinde“.
Die Aktion sei hiermit abgeschlossen mit dem erwähnenswerten Überraschungsergebnis von 9.113,84 €!
In Fürbitten und Gebeten schließlich wurde der Lebenssituation in unserer Partnergemeinde und weltweit gedacht. In Burgsteinfurt fand nach dem Sonntagsgottesdienst noch das Partnerschaftsessen mit zwei kräftigen Suppen im Nepomuk-Forum statt, zu dem die ganze Pfarrgemeinde eingeladen war.
Hier bot sich eine weitere Gelegenheit zum Austausch und zur Information über die Partnergemeinde San Antonio Abad im Allgemeinen und über die Clinica im Besonderen, deren Versorgung mit kostenfreien Medikamenten und Untersuchungen für die Ärmsten der Bevölkerung durch die Spenden gesichert wird.
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Der Freundeskreis Partnergemeinde sagt allen Unterstützern Danke!

Caminandos juntos - gemeinsam unterwegs“ ist die Überschrift der Partnerschaft der katholischen Kirchengemeinde in Steinfurt und der Gemeinde San Antonio Abad in El Salvador. Dies wurde einmal mehr im letzten Jahr sichtbar.
Ein Zeichen der Partnerschaft war der Besuch von einer Gruppe aus der Partnergemeinde im vergangenen Jahr, die in Steinfurt mit großer Anteilnahme und Interesse empfangen wurden.
Der Geist der Solidarität aktivierte Steinfurterinnen und Steinfurter auf beiden Seiten des Buchenberges bei der Aktion „Mach was draus“, bei der fünf - geschenkte Euro „vermehrt“ werden sollten. Viele engagierten sich und zeigten damit ihre Verbundenheit mit den bedürftigen Menschen in San Salvador. Durch die Aktion „Mach was draus“ ist die medizinische Versorgung der armen Menschen für dieses Jahr gesichert.
Die Verbindung geht jetzt weit über die finanziellen Hilfen für die Clinica (die kleine Ambulanz im Armenviertel der Hauptstadt) hinaus. Gemeinsamkeit auf dem Weg wurde auch spürbar, als sich die Türen vieler Häuser und Einrichtungen in Steinfurt öffneten, um die Gäste aus San Antonio willkommen zu heißen – und so ist auch die Dankbarkeit ein Zeichen der Partnerschaft geworden.

Botschafter Bernd Finke besucht das Labor der Clinica
Botschafter Bernd Finke besucht die Partnergemeinde

Durch einen glücklichen Zufall hat Monika Wiening (Mitarbeiterin im Freundeskreis) den deutschen Botschafter in El Salvador: Herrn Bernhard Finke, bei seinem Heimaturlaub auf Wangerooge kennengelernt. Sie hat dort mit ihm über unsere Partnergemeinde und die Talente-Aktion in Steinfurt gesprochen.
Beeindruckt versprach er, die Partnergemeinde zu besuchen und sich vor Ort näher über die Bedürfnisse zu informieren. Dieses Versprechen hat er in kürzester Zeit eingelöst und wir freuen uns sehr, dass die Partnergemeinde diese Beachtung beim deutschen Botschafter gefunden hat.
Wir sind gespannt, welche Möglichkeiten sich dadurch vielleicht noch ergeben werden.

Februar 2018, Agnes Gröninger

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Guter Start für die Talente-Aktion, aber auch ein gutes Ende?

Abschlussfeier der Talente-Aktion im Nepomuk-Forum

(RK) Wer hätte das gedacht?
Ca. 70 Personen fanden sich am Sonntag nach der Messe zum Kirchkaffee im Nepomuk-Forum ein. Besucher wie Veranstalter waren neugierig und gespannt, ob und was die Talente-Aktion nach 2 Monaten Laufzeit bewirkt hatte. Bei aufmerksamer Bewirtung durch die Messdiener wurde fürs Erste einmal für eine festliche Stimmung mit Kaffee, sonstigen Getränken, Plätzchen und frisch gebackenen Waffeln gesorgt.

Wer hätte das gedacht, dass die neugierige Spannung noch 30 Minuten ausgehalten werden musste und vorab die Darstellung der Talente-Ideen und -erfahrungen im Vordergrund stand? Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass es so viele Ideen gab wie Teilnehmer, immerhin (bis zum 03.12.) gezählte 68 TeilnehmerInnen. Und im Nachhinein wurden es noch mehr, weil deren Aktionen erst nach dem 03.12. möglich waren. Was wurde da nicht alles gemacht und getan: Hier nur eine Übersicht über die unterschiedlichen Talente der TeilnehmerInnen:

  • Gäste privat einladen zu einer Kostprobe des Kaffees aus El Salvador und ihnen das Projekt vorstellen

  • Ohne Projekt eine Summe überweisen

  • Weihnachtskarten fertigen und verkaufen

  • Caritas-Kindergarten Morgenstern: Plätzchen backen und verkaufen und aus den Erlösen neue Backzutaten kaufen und weitere Plätzchen backen und wieder verkaufen
  • Hübsche Stiftedosen aus Metall mit passenden Lesezeichen und Karten basteln und nach den 11-Uhr-Messen an einem Tisch verkaufen, dazu 2 Plakate basteln und gestalten, die auf die Aktion aufmerksam machen und über das Land El Salvador berichten

  • Beim Marathon-Lauftreff Marmelade anbieten

  • Borghorst: Als Chor „Cantata“ spenden
  • St. Elisabeth Schule, 9. Klasse: Rosen-Brot backen und in der Schule verkaufen

  • KAB Borghorst: Erlös aus dem Basar am 26.11.17 für San Antonio Abad spenden

  • Freundinnen zum Kaffee und Kuchen einladen

  • Kolpingfamilie Burgsteinfurt: Beim Nikolausmarkt vom 8. bis 10.12 am Kolpingstand eine Spendendose aufstellen

  • Plätzchen backen für einen guten Zweck

  • Für den Familienkreis Zwiebelkuchen backen und mit Feldsalat kredenzen

  • Mit der Tochter selbstgebackene Plätzchen verkaufen

  • Für Kollegen von Zalando, Berlin, einen Kuchen backen und für El Salvador sammeln
  • Pfadfinder Burgsteinfurt: Erlös aus der Reisigaktion der Clinica spenden

  • Kolpingfamilie Borghorst: Grünkohlessen veranstalten

  • Kuchen für 23 Arbeitskollegen backen
  • Entspannungsangebot durch Progressive Muskelentspannung anbieten

  • Vom Gebetskreis St. Marien Geld zuwenden

  • Betrag einer erstatteten Köln-Musical-Karte zur Verfügung stellen

  • Graf-Ludwig-Schule: Sammeln in der Kommuniongruppe
  • Als Fußballmannschaft „ST United 2007“ statt für ein Event Geld für die Talente-Aktion aufbringen

  • Plätzchen backen und verkaufen

  • Bei Freunden sammeln
  • SKF Burgsteinfurt: Selbstgemachten Likör auf dem Nikolausmarkt in Burgsteinfurt verkaufen und Erlös der Clinica spenden

  • Geld zusammenbringen durch den Verkauf von selbstgemachtem Gelee beim Cäcilien-Frühstück
  • Im Kollegenkreis Eierlikörfläschchen verkaufen

  • Und nicht zu vergessen die vielen SpenderInnen, die ungenannt und im Stillen ihr Talent in zahlreiche „Talente“ umgesetzt haben!

Diese Aktionen wurden von einigen selbst vorgestellt oder in eingesandten Fotos visualisiert.

Allen ist gemeinsam die Begeisterung, Freude, Initiative und das Durchhaltevermögen, in den eigenen Möglichkeiten ein Optimum zu erreichen. Wer hätte das gedacht, dass so viele Menschen, ob jung oder alt, Frauen oder Männer, aus Borghorst, Laer oder Burgsteinfurt, sich auf ein gemeinsames Ziel einlassen, durch den eigenen Einsatz mittellosen Menschen in San Antonio Abad in El Salvador den Zugang zu unbezahlbaren Medikamenten mittels der „Clinica“ zu ermöglichen?

Und dann die unfassbare Überraschung nach dem Countdown: Bis zum 03.12. sage und schreibe:                        6688,65 €

Wer hätte das gedacht? Zumindest nicht der „Freundeskreis Partnergemeinde“, unter dessen Regie die Talente-Aktion lief! Und auch der Applaus der Kirchkaffee-BesucherInnen ließ vermuten, wie überrascht und fasziniert alle waren! Zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht absehbar die weiteren Spendeneingänge im Rahmen der Talente-Aktion: Bis zum 08.12. stieg die Summe um weitere                        1833,93 €

Das Organisationsteam des Freundeskreises konnte nicht eindrücklich und oft genug sagen: Danke! Danke! Danke!

Und vor allem als Sprachrohr der betroffenen Ärmsten der Armen deren Dank ausdrücken:

Muchisimas gracias por toda la ayuda que nos binden desde Steinfurt.
Que Dios les benediga y les recompense su solidarid y amistad.

(„Vielen, vielen Dank für die ganze Hilfe, die uns aus Steinfurt geboten wird. Möge Gott Sie segnen und Ihnen Ihre Solidarität und Freundschaft danken.“)

 

Unter einer eher politischen Perspektive bedankte sich unsere Bürgermeisterin, Frau Bögel-Hoyer, für das bürgerschaftliche Engagement aller Beteiligten, mit dem sich die Stadt Steinfurt als ein lebenswertes Umfeld präsentieren kann.

Sollte man die Atmosphäre im Nepomuk-Forum beschreiben, lässt sie sich am ehesten mit Freude, Stolz und Zusammengehörigkeit über das erreichte Ziel benennen. In dem gemeinsamen Abschlusslied „Wir wollen aufsteh´n, aufeinander zugeh‘n“ fand unter Gitarren-Begleitung die greifbare Stimmung ihren musikalischen Ausdruck. Zum Ausklang gab eine projizierte Fotostrecke über den Besuch aus der Partnergemeinde im Oktober dieses Jahres die Verbundenheit der Partnergemeinde mit unseren Pfarrgemeinden wider, wie sie auch im Logo des Freundeskreises enthalten ist.

Wer hätte das alles gedacht? Nicht nur ein guter Start, sondern auch und vor allen ein bestes Ende der Talente-Aktion!

08.12.2017
Für den Freundeskreis
das Organisationsteam:
Agnes Gröninger,
Hildegard Clancett,
Richard Klumpp (RK)

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Guter Start für die Talente-Aktion, machen Sie mit für ein gutes Ende!

Der Freundeskreis bedankt sich schon jetzt für die großartige Teilnahme bei allen, die bisher mitgemacht haben! Wir haben uns sehr gefreut. Noch bleiben 4 Wochen für alle diejenigen, die ihre Talente-Aktion geplant haben und sie noch durchführen wollen.
Aber vor allem 4 Wochen Zeit für die, die Interesse und Lust haben, noch teilzunehmen. Holen Sie sich als Motivationshilfe den 5-€- Einsatz an einem der beiden Pfarrbüros ab! Der bisherige Verlauf hat gezeigt, dass es so viele Umsetzungsideen gibt wie Teilnehmer. Bestimmt fällt Ihnen etwas ein: Ein Talent haben Sie ja schon! Zur organisatorischen Durchführung, lesen Sie unten mehr.

Wie auch immer, Sie sollten sich den Termin vormerken, wann das Endergebnis bekannt gegeben wird: Sonntag, den 03.12.2017 zum Kirchkaffee nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr im Nepomuk-Forum an der Kirche St.-Johannes-Nepomuk in Steinfurt-Burgsteinfurt.

Sie sind herzlich eingeladen!

 

Für den Freundeskreis, Richard Klumpp

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- Besuch aus San Antonio Abad im Herbst 2017 -

Die letzten Höhepunkte im Abenteuer Deutschland

Kaum war die Halbzeit vorüber, kam auch schon das Ende in Sicht. Doch bevor es am Donnerstag, 12.10., mit einer Aussegnungsmesse um 17 Uhr in der St.-Johannes-Nepomuk-Kirche in Burgsteinfurt und anschließender gemeinsamer Feier der Pfarrgemeinde im Nepomuk-Forum soweit war, erlebten unsere Gäste aus San Antonio Abad noch einige Höhepunkte:

Was am vergangenen Wochen- ende schon in Burgsteinfurt geschah, wiederholte sich am Samstag und am Sonntag (7/8.10.) in Borghorst's Kirchen
St. Marien und St. Nikomedes:
Die Gäste feierten mit der Pfarr- gemeinde alle Hl. Messen, in denen sie der Gemeinde vor- gestellt wurden.
Padre Emilio berichtete in seinen Predigten von der Lage seiner Gemeinde in San Antonio Abad und machte auf die Wichtigkeit der gemeindeeigenen „Clinica“ für die Ärmsten der Armen aufmerksam.

Ohne die großenteils kostenlose Behandlung und medikamentöse Versorgung gäbe es für sie keine Gesundheitsfürsorge. Zeitgleich wurde auch die Talente-Aktion (s. dort) gestartet, durch die die finanzielle Unterstützung gesichert werden soll.

Einen besonderen Genuss er- fuhren die Gäste im gemein- samen Konzert des Cäcilienchors St. Nikomedes Steinfurt und des Katholischen Kirchenchors St. Johannes Nepomuk am Sonntag- abend in der katholischen Kirche St. Johannes Nepomuk in Burg- steinfurt. Gemeinsam mit dem Orchester „Collegium musicum Münster“ waren unter dem Motto „Klänge der Freude“ einige der bekanntesten Schätze der Chor- musik zu hören.

Eingeladen waren die Gäste auch zum anschließenden gemütlichen Chortreffen im Nepomuk-Forum.

07.10.2017, RK

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Das Abenteuer Deutschland ist bestanden!

Was für die Gäste schon mit der institutionellen Behandlung der erkrankten, älteren fiktiven Dame „Wilma“ in den Einrichtungen der Caritas in der vorherigen Woche in Borghorst begann, setzte sich am Montag, 09.10., in Burgsteinfurt im Kindergarten „Morgenstern“, in der „St. Elisabeth Schule“ und im „Wohnen am Irisgarten“ fort: die aufwendige, intensive, z.T. auch integrative Betreuung geistig und körperlich behinderter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener wie auch erwachsener Bewohner. Eine höchst umfangreiches, tief beeindruckendes Leistungsangebot der Steinfurter Caritas!

Ganz auf der Ebene der jüngeren Teilnehmer der Besuchergruppe, Karla, Iris und Angel, lag der Austausch mit gleichaltrigen Jugendlichen in der Pfarrei St. Nikomedes am Montagabend auf Einladung von Pfarrer Dördelmann bei sich zuhause. Man lernte sich in der jeweils anderen Lebenswelt kennen – vielleicht mit der Perspektive, diesen Austausch über den Atlantik hinweg weiter zu vertiefen.

In den kommenden zwei weiteren Tagen reihten sich die Ereignisse wie die Perlen auf einer Kette: So verewigte sich Padre Emilio im politischen Gedächtnis der Stadt Steinfurt durch seinen Eintrag ins Gästebuch unter dem wohlwollenden Blick der Bürgermeisterin, Frau Bögel-Hoyer.


In die Sphäre der Geschichte tauchten die Gäste staunend beim Besuch des Restaurationsbetriebs von Herrn Lehmkuhl in der Goldstraße ein.


Gebäude oder deren Überbleibsel älter als hundert Jahre zu erhalten, war den Gästen völlig fremd, kennen sie doch nur Gebäude aus der jüngeren Geschichte. Deutlich wurde hier, wie die Pflege der eigenen jahrhunderte alten indigenen Kultur so alltagsfremd ist angesichts der Not, die jeden Tag neu zu bewältigen ist.


Dass Geschichte sogar in Burgsteinfurt auch Alltag ist, erlebten die Gäste beim geführten Besuch durch das Schloss auf Einladung des Erbprinzen zu Bentheim und Steinfurt. Leider war er beruflich verhindert, was den Ahs und Ohs keinen Abbruch tat.

 

Als Kontrastprogramm warfen die Gäste an diesem Tag noch einen Blick in die technologische Zukunft an der Fachhochschule Münster in Steinfurt. Deren Internationalität bot Gelegenheit, intensiv in der heimischen Sprache spanisch zu reden, wobei die deutschen Begleiter nur noch „spanisch verstanden“.

Schon war der Donnerstag da, der letzte Tag des Besuchs, an dem es für alle Beteiligten galt, Abschied zu nehmen. Großes Zutrauen und Vertrauen war auf beiden Seiten in den vergangenen zwei Wochen entstanden, gewachsen und vertieft worden, besonders im Rahmen der vielen Einladungen, die die Gäste von unterschied- lichen Familien und Einzel- personen erfuhren.
Padre Emilio äußerte wiederholt, überall nur freundlichen Menschen begegnet zu sein und hierfür auch im Namen seiner Gruppe zutiefst dankbar zu sein.
Was für eine berührende und warmherzige Zuneigung in diesen Worten, die vielleicht unser eigenes Selbstbild korrigieren hilft!
Im abschließenden Gottesdienst in der St. Joh. Nepomuk Kirche fand der Besuch seinen geistlichen Abschluss, versinnbildlicht in der Danksagung für die beiderseitig guten Erfahrungen und im Reisesegen, der sowohl den Reisenden wie den Zurück- bleibenden gewidmet war.

Auch für die Gastgeber und die Pfarrgemeinde galt es, loszulassen und wieder den eigenen Weg zu gehen – wenn auch weiterhin verbunden in der Überzeugung:

Was kann nach einem solchen Gottesdienst mehr helfen, als gemeinsames Essen und Trinken in einer Gemeinschaft, um den Abschiedsschmerz zu mindern!
Wieder war derselbe Raum im Nepomuk-Forum der Ort, wo wir uns zum Beginn des Aufenthalts das erste Mal trafen und jetzt am Ende persönlichen Abschied nahmen.

Ruppig in den Alltag zurückgeworfen mutete dann die nächtliche Rückfahrt zum Flughafen Düsseldorf am frühen Freitagmorgen an.

Ebenso der lange Rückflug - wieder mit Übernachtung in Panama -, bis dann die erlösende Nachricht am Samstag, 14.10.2017, um 18:51 Uhr aus San Antonio Abad eintraf, dass alle Fünf nach 9200 km im Flieger wieder gut zuhause angekommen waren.

 

Das Abenteuer Deutschland war damit zu Ende und - wie wir meinen – sowohl für unsere Gäste aus San Antonio Abad als auch für uns, die Gastgeber, gut zu Ende gegangen. Wir haben viel voneinander gelernt und unsere Freundschaft vertieft. Wir fühlen uns gestärkt in der Verantwortung für die Partnergemeinde wie auch die Freunde aus der Partnergemeinde sich in der Gewissheit bestärkt fühlen, sich auf uns verlassen zu können. Unsere Gemeinde ist zum Gegenbesuch in San Antonio Abad eingeladen.

15.10.17, RK

PS: Ein Projekt dieses Umfangs, einen 5-köpfigen Besuch aus der Partnergemeinde über 2 Wochen zu betreuen und zu begleiten, kann nur gelingen, wenn eine Gruppe engagierter Menschen sich einsetzt. So gebührt dem Freundeskreis Partnergemeinde unser aller Dank, der sich dafür verantwortlich fühlte, wie auch allen anderen, die ihn bei ihrer Aufgabe unterstützt haben.
Besonderer Dank gilt

  • der Familie Wiening, die die Besuchergruppe in ihr Haus aufgenommen und bewirtet hatte
  • den Familien Clancett, Langer, Gröninger und Greve, die zum Essen eingeladen hatten
  • der unermüdlichen Übersetzerin Daniela, nur mit deren Hilfe eine vertiefte Kommunikation möglich war
  • den 3 „taxistas“, Alfred, Paul und Richard, die den Transport der Gäste zuverlässig übernommen hatten
  • allen Einladern, die den Gästen und nicht selten deren Begleitern einen vertrauensvollen Einblick in ihre Einrichtungen ermöglicht hatten
  • Pfarrer Dördelmann, der die Rahmenbedingungen für den Besuch geschaffen hatte und die Verpflichtung der Pfarrgemeinde zur Clinica-Unterstützung bestätigt hat
  • allen Aktivisten, die den Start des „Projekts für die Clinica in El Salvador“ - Mach‘ was draus!“ ermöglicht hatten und damit einen Anreiz für Viele geschaffen haben, das erworbene 5-€-Talent (kreativ) für die Finanzierung von Medikamenten für die Ärmsten der Armen in der Clinica zu vermehren (s. dort).

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