Fahnenweihe der Prinzen im Mai 2015

Zur Eröffnung der Jubiläumsfeiern zum 525- jährigen Bestehen der Prinzen- Schützengesellschaft v. 1490 e.V. hat das Burgsteinfurter Fürstenhaus die enge Verbindung mit den "De Schütten tho Borchorst" unterstrichen und dem Verein eine neue Fahne geschenkt. Das Ehrenmitglied
der Gesellschaft Pfarrer em. Karl Holthaus weihte das wertvolle Tuch während einer Messe in der St. Nikomedeskirche.

Zur Eröffnung der Jubiläumsfeiern zum 525- jährigen Bestehen der Prinzen- Schützengesellschaft v. 1490 e.V. hat das Burgsteinfurter Fürstenhaus die enge Verbindung mit den "De Schütten tho Borchorst" unterstrichen und dem Verein eine neue Fahne geschenkt.Das Ehrenmitglied der Gesellschaft Pfarrer em. Karl Holthaus weihte das wertvolle Tuch während einer Messe in der St. Nikomedeskirche.

Es war ein äußerst feierlicher Moment und die Gottesdienstbesucher klatschten Beifall, als der Vorsitzende des Festausschusses Helmut Eierhoff, gefolgt von Ehrenmitglied Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt mit Erbprinz Carl Ferdinand durch den Mittelgang der großen Kirche eingezogen waren und den Fahnenträgern der Prinzen Andreas Rosenkranc, Domonik Marquardt und Jannik Cremers die Fahne vor dem Altar zu übergaben. Dazu intonierte der Prinzen- Spielmannszug, der unter der Leitung von Frank Vismann den Gottesdienst musikalisch mitgestaltete, das Prinzenlied.

"Gott schafft Gemeinschaft und da dürfen wir uns an diesem Tag einreihen", sagte Pfarrer Markus Dördelmann, nachdem er den Fürst und Erbprinzen sowie Pfarrer Holger Ermann von der evangelischen Gemeinde besonders begrüßt hatte. Die Prinzen könnten auf eine lange Geschichte mit vielen Abschnitten zurück blicken. "Du Karl hasst die Kirchentür wieder aufgemacht für den Emmausgang", sagte er zu seinem Mitbruder Karl Holthaus und seit zwei Jahren sei der Emmausgang ökumenisch.

Wie die Kirche ist auch der Schützenverein in Bewegung, betonte Pfarrer Erdmann in seiner Predigt. Die Menschen kämen nicht mehr wie früher ganz selbstverständlich in die Kirche oder in den Verein, sondern wollten aufgesucht werden. Die 2000 Jahre alten Bibelworte "Gehet hin, macht euch auf den Weg" seien so alternativlos wie "Lehret sie" - erzählt von dem was euch wichtig ist", betonte Erdmann. Keine Zeit sei so offen und demokratisch wie heute gewesen. Die Weihe der neuen Fahne, unter die man sich versammeln könne, sei ein Mutmacher. In der Gemeinschaft des Schützenvereins sehe man wo Hilfe nötig ist. Da geschehe ganz viel  hinter den Kulissen.

Bevor Pfarrer Holthaus die Fahne weihte, erklärte er ihre Bilder. Auf der sogenannten voll ausgestickten "Heimatseite" sind auf Brillantsamt in feinster Kunstseidenstickerei, die St. Nikomedes- Pfarrkirche in  Borghorst sowie das Torhaus zum Schloss des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt in Burgsteinfurt zu sehen. Diese Motive zeigen die Verbundenheit zur Pfarrgemeinde St. Nikomedes und das intensive und freundschaftliche Verhältnis zum Fürstenhaus zu Bentheim und Steinfurt.

Auf der Rückseite wird - auf franz. - blauem Brillantsamt, in Goldlurekonturen gestickt - der jährliche Emmausgang der Prinzen-Schützen dargestellt. Auch diese Seite zeigt mit der Aufschrift "Treue - Glaube - Freundschaft"  die Treue zum Fürstenhaus, den Glauben an die Kirche und die Hoffnung, dass dieses Verhältnis noch viele Jahrhunderte andauern möge.

Pfarrer Holthaus bezeichnete das wunderschöne Geschenk der Emmauslaterne eines evangelischen Fürsten im Jahre 1823 als ein frühes ökumenisches Zeichen. Auf der neue Fahne sehe man Menschen, die mit der Emmaulaterne unterwegs sind. "Nicht Gewalt kann der Weg sein, sondern Freundschaft", wünschte das Ehrenmitglied den Schützen für ihr Handeln Gottes Segen.
Vor 525 Jahren werden die „Schütten tho Borchorst“ erstmals in einer Rentamtsrechnung des Hauses Bentheim-Steinfurt erwähnt: „Nach alter Gewohnheit“ stiftete das Grafenhaus den Schützen ein Fass  Bier als Belohnung für den Schutz der Heimat. Die Formulierung 'nach alter Gewohnheit' besagt, dass auch in all den Jahren vor 1490 der Dienst der Schützen in Anspruch genommen wurde.

Bevor der Jubelverein mit dem Königspaar und seinen fünf Traditionsfahnen -wie der über 200 Jahre alten Marienfahne - sowie den Fahnenträgern derbefreundeten Schützenvereine in die Kirche einzogen, hatte man zum Gedenken an die Verstorbenen Mitglieder an der Kriegergedächtniskapelle
einen Kranz niedergelegt.

Bericht und Bilder: Karl Kamer

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